>>> Kurzinterview mit der OB Kandidatin Frau Angelika Grawkow (MdL)
A.) Frage : Frau Gramkow, Sie wollen von der Landespolitik in die Kommunalpolitik wechseln. - Warum ?
Antwort : „Ich mache seit 18 Jahren Kommunalpolitik und bin seit Jahren Mitglied der Stadtvertretung Schwerins – Die Beteiligung an kommunalen Entscheidungen ist konkreter, pragmatischer. In vielen Fällen kann man die Umsetzung direkt sehen, deshalb möchte ich Oberbürgermeisterin werden“.
B.) Frage : An welche kommunalpolitischen Erfolge, die auf Ihre Initiative zurückgehen, erinnern Sie sich spontan ?
Antwort : Ich sehe die Politik eher als eine Teamarbeit. Aber so direkt gefragt möchte ich den Sozialpass nennen, die Schwerin Karte (Schwerin Ticket ?) und dass im meinem Stadtteil eine Kaufhalle eröffnet hat, um die Nahversorgung sicherzustellen. Als Partei stehen wir für Themen wie Theater, Speicher und Kulturförderung in Schwerin. Ich selbst bin bisher immer mit der Haushaltspolitik beschäftigt gewesen.
C.) Frage : Sind Sie schon verbindlich zur Wahl des hauptamtlichen Oberbürgermeisters für Schwerin angemeldet ?
Antwort : Meine Partei hat mich nominiert und kümmert sich jetzt um die Formalitäten.
D.) Frage : Wohnen Sie in Schwerin ?
Antwort : Ich bin Schwerinerin und wohne auch in Schwerin. In der Bergstrasse.
E.) Frage : Im Landtag haben Sie eine sogenannte „Genderuntersuchung“ gefordert ! – Was ist das Ziel dieser Untersuchung ?
Antwort : Es geht dabei um die Untersuchung der Lebensbedingungen von Frauen in der Gesellschaft. Vor allem Gleichberechtigung und Gleichstellung sind hier zu untersuchen. Das kann z. B. die Universität Rostock mit EU Mitteln machen.
F.) Frage : Was ist Ihnen besonders wichtig an dieser Genderuntersuchung ?
Antwort : Junge Frauen bewerben sich nur in den klassischen Berufen wie Friseurin, Verkäuferin und im Bereich der Bürokommunikation. Das sind aber nur 10% der angebotenen Berufe. Der Staat als Arbeitgeber fördert Frauen heute schon im Sinne einer Gleichberechtigung. – Aber tun die Betriebe das auch ? Dort dominiert häufig das Ausfalljahr rund um die Kinderfrage die Köpfe.
G.) Frage : Frau Gramkow, bei der Vorbereitung zu diesem Gespräch ist von einer in Schwerin gut bekannten Frau der Begriff „Rote Socke“ genannt worden und anschließend mit Ihrer Vergangenheit argumentiert worden. Was würden Sie dieser Frau sagen ?
Antwort : Jeder tut gut daran die Person A. Gramkow zu sehen und dabei die Leistungen, die Persönlichkeit und den Arbeitsstil zu betrachten. Ja, ich war in der SED und habe eine Vergangenheit in der DDR - Zeit. Und ich bin bei meiner Partei geblieben und in die Nachfolgepartei PDS eingetreten. – Ich habe meine Vergangenheit aufgearbeitet und eine notwendige echte Auseinandersetzung damit geleistet. Von den Wählern erwarte ich dafür im wesentlichen Toleranz.
H.) Frage : Wie viel Prozent der Stimmen werden Sie wohl im ersten Wahlgang gewinnen können ?
Antwort : Dazu möchte ich mich jetzt nicht äußern, das wäre Spekulation. Wichtig ist für uns eine hohe Wahlbeteiligung. Zur Abwahl von Herrn Claussen sind 44 % der Wähler gegangen. Ich wünsche mir eine ähnlich hohe Wahlbeteiligung für die anstehende Oberbürgermeisterwahl. - Es ist Zeit für einen personellen Neuanfang in Schwerin. Deshalb kämpfe ich um den Sieg und nicht um den Platz.
I.) Frage : Wie lässt sich Ihr Landtagsmandat mit dem Oberbürgermeisteramt vereinbaren ?
Antwort : Gar nicht. Beides zusammen ist nicht erlaubt. Ich werde mich voll auf die Aufgabenstellung als Oberbürgermeisterin konzentrieren. Im Landtag war ich für acht Jahre (von 1999 bis 2006) Fraktionsvorsitzende der Fraktion „Die Linke“ und bin damit ähnlich wie Herr Timm, ein politisches Schwergewicht.
Es handelt sich hier um eine "nach dem Gespräch angefertigte Mitschrift".
Basis sind die eigenen Notizen während des Gesprächs gewesen. V. G.
Das Kurzinterview wurde am 26. Mai 2008 während einer Bürgerfragestunde
im Haus der Partei „Die Linke“ in der Martinstrasse geführt. Die Büroleiterin war
die ganze Zeit anwesend. Ich hatte 6 orangene Rosen für Frau Gramkow dabei
und bekam Kaffee. - Vielen Dank für das Gespräch. - V.G.


- Frau Dipl. Ökonom Angelika Gramkow (MdL) (auf ob-sn.de siehe unten)
- Herr Ing. Ökonom Andreas Helms
- Herr Dr. Gottfried Timm ( MdL) (Theologe)
- Herr Dipl. Ing. Volker Goebel (auf Schwerin-News.de)
- Herr Dipl. Wirtschaftler Hans Peter Kruse (auf Schwerin-News.de)
- Herr Frank Peter Krömer (auf Schwerin-News.de)
- Herr Fred Kriebel
Für die anderen Kurzinterviews müssen wir erst Termine machen.
Herr Dr. Timm hat dem Interview zumindest zugestimmt. Die Fragen
werden dafür aus Gründen der Objektivität nicht verändert.
Die Fragen sind aber für alle Interviewpartner ähnlich zu gestalten.